Selbstverdichtender Faserbeton

Bedeutende betontechnologische Entwicklung

Selbstverdichtender Faserbeton bietet interessante Gestaltungsmöglichkeiten. Die Selbstverdichtbarkeit macht eine mechanische Verdichtung, die mit Lärm- und Staubemissionen einhergeht, überflüssig. Darüber hinaus kann wenigstens teilweise auf eine Stahlbewehrung verzichtet werden, da deren Rolle von den Stahlfasern übernommen wird. Forschungsergebnissen zufolge besteht eine Wechselwirkung zwischen der Partikelpackungsdichte sowie der Fasergeometrie und dem Faservolumen. Selbstverdichtende Eigenschaften werden erzielt, wenn bei der Fasergeometrie, dem Faservolumen und dem Verhältnis von feiner und grober Gesteinskörnung bestimmte Grenzwerte eingehalten werden. Faserbewehrter Beton mit selbstverdichtenden Eigenschaften kann mit Druckfestigkeiten von etwa 60 MPa hergestellt werden. In einem Pilotversuch wurden vorgespannte Spundwandbohlen und Tübbinge getestet. In beiden Fällen wurde beobachtet, dass das Betonierverfahren einen Einfluss auf die Ausrichtung der Fasern hatte. Dies sollte nicht als Manko, sondern vielmehr als Chance betrachtet werden – mit dem Ziel, die Eigenschaften von Betonfertigteilelementen zu optimieren.

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