Wiederverwendung großformatiger Betonbruchstücke für tragende Bauteile mit minimaler Umweltbelastung

Innovativer Ansatz für die Kreislaufwirtschaft

Die Wiederverwendung großformatiger Elemente aus Betonabbruch in vorgefertigten tragenden Wänden ist ein neuartiges Bauverfahren, das das Potenzial bietet, den ökologischen Fußabdruck von Betonbauteilen um bis zu 80 % zu reduzieren. Anstatt Abbruchbeton zu zerkleinern und als rezyklierte Gesteinskörnung einzusetzen, zielt dieses Dissertationsprojekt darauf ab, große Betonbruchstücke direkt als Bauteilelemente in vorgefertigten tragenden Wänden weiterzuverwenden. Die Methode umfasst die Beschaffung des „Abfallmaterials“ aus Recyclingzentren, dessen 2D-Erfassung mittels Smartphone-Fotografie und die anschließende Montage auf dem Kipptisch in Betonfertigteilwerken. Der Ansatz wurde im Maßstab 1:1 an einem zweigeschossigen Demonstrator und einem öffentlichen Pavillon umgesetzt, die beide vom Autor entworfen und realisiert wurden. Beide Bauwerke integrieren wiederverwendete Betonplatten, die vor dem Abriss eines Gebäudes herausgesägt wurden.

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Maxence Grangeot, EPFL, Lausanne, Schweiz

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