Zur Reduzierung von CO2-Emissionen werden immer häufiger Betone mit klinkerarmen Zementen verwendet. Um den Anteil an Klinker zu reduzieren, ist seit 2023 auch Betonmehl als inerter Hauptbestandteil entsprechend der DIN EN 197-6 zugelassen. Ein gänzlich zementfreies und somit potenziell umweltfreundlicheres Bindemittel stellen alkalisch aktivierte Materialien dar, bei dem das Betonmehl nicht nur als inerter Füller betrachtet wird, sondern Teil des reaktiven Systems ist. Der vorliegende Beitrag stellt die Ergebnisse einer Studie vor, in der der partielle Ersatz von Hüttensandmehl durch rezykliertes Betonmehl sowie carbonatisiertes Betonmehl in einem alkalisch aktivierten Betonsystem untersucht wurde. Ziel war die Entwicklung eines Betons der Festigkeitsklasse C20/25 sowie die Bewertung des Einflusses der Rezyklate auf die Frisch- und Festbetoneigenschaften sowie die Reaktionskinetik. Die Ergebnisse zeigen, dass bei geeigneten Substitutionsgraden vergleichbare Endfestigkeiten im Vergleich zur Referenz ohne Einsatz von Betonmehl erreicht werden können. Insbesondere carbonatisiertes Betonmehl besitzt ein hohes Potenzial für die Praxis.
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A. Wetzel, J. Link und B. Middendorf, Institut für konstruktiven Ingenieurbau, Fachgebiet Werkstoffe des Bauwesens und Bauchemie, Universität Kassel, Deutschland