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Lichtinszenierung

Einzigartige Fassade aus lichtdurchlässigem Beton in Abu Dhabi

Das arabische Emirat Abu Dhabi zählt aufgrund des rasanten Wachstums zu den modernsten Städten weltweit. Architektonisch markante Gebäude und imposante Hochhäuser, großzügig ausgebaute Straßen prägen das Stadtbild. Darunter sind auch zahlreiche zum Teil mit arabischen Elementen versehene, prachtvolle Moscheen zu finden, wie die vergleichsweise große Al Aziz Moschee im Stadtteil Al Reem Island, die Ende 2014 fertig gestellt wurde. Das im arabischen Raum agierende renommierte Planungs- und Architektur-Unternehmen APG Architecture and Planning Group hat mit dieser neuen Moschee innovative Zeichen in der einzigartigen und außergewöhnlichen Gestaltung von Fassaden mit Lichtbeton gesetzt: An der Moschee wurden einmalige, beeindruckende Fassadenelemente (Urheber: Wolfgang von Zoubek, Architectural Lightning & Design) von Lucem Lichtbeton geplant und installiert, die weltweit einzigartig sind.

Der Bauherr HAMG, die Hassan Abdullah Mohammed Group mit Sitz in Abu Dhabi, ist ein privates Investment-Unternehmen, das aus Gründen der sozialen Verantwortung gegenüber der islamischen Glaubensgemeinschaft zahlreiche Moscheen in den Vereinigten arabischen Emiraten und in anderen Teilen der arabischen Welt errichten lässt. Dazu zählt auch die neue Al Aziz Moschee in Abu Dhabi, die auf 5.100 Quadratmetern über drei Etagen insgesamt 2.270 Gebetsplätze bietet. Die besondere Architektur spielt für den Bauherren dabei eine wichtige Rolle. So hat das planende Architekturbüro, die APG Architecture and Planning Group, besonderen Wert auf eine außergewöhnliche Fassadengestaltung gelegt. Für diese Moschee wurde weltweit ein einzigartiges Monument gesetzt: eine 515 Quadratmeter große Lichtbeton-Fassade, bestehend aus 207 Fassadenplatten mit jeweils circa 180 x 140 x 4 cm Abmessung, von denen jede einzelne Fassadenplatte aufgrund der inpiduellen Gestaltung und des Formats ein Unikat ist, krönt das Objekt auf eine einzigartige Art und Weise.

 

Jede Fassadenplatte ein Unikat mit arabischen Schriftzeichen

Tagsüber ragen inpiduell gestaltete Schriftzüge als 3 cm herausstehende arabische Schriftzeichen aus der Lichtbetonfassade heraus, die unbeleuchtet die Optik einer Natursteinfassade in einer einzigartigen Kunstform darstellen. Sie zeigen in arabischer Schrift die 99 unterschiedlichen Namen Allahs. Die Steigerung der Fassadenkunst erfolgt jedoch in der Dämmerung und im Dunkeln jeden Abend, wenn die Lichtbetonfassade rückseitig beleuchtet zu einer faszinierenden Lichtinszenierung wird: Lichtleitende Fasern lassen die Schriftzüge mittels einer rückseitigen LED-Beleuchtung hell leuchtend erstrahlen. Gleichzeitig ist jedes Fassadenelement eine massive Betonplatte, die absolut witterungsbeständig ist und sogar extremen Temperaturen standhält, wie sie in den Sommermonaten in den Vereinigten Arabischen Emiraten vorherrschen. Selbst gegen extreme Witterungseinflüsse wie Sandstürme ist die Oberfläche resistent. Auch hinsichtlich der Formate ist jedes Lucem Lichtbeton-Element ein Unikat: Aufgrund von Ecksituationen – teilweise mit Gehrungen – und im Bezug auf Toleranzen im Bauwerk wurden die Formate jeder einzelnen Fassadenplatte um einige Millimeter angepasst. Somit ist jedes dieser Elemente vom Maß her unterschiedlich und inpiduell gefertigt.

 

Individuelle Oberfläche und Farbe der Lichtbeton-Fassadenplatten

Auf Kundenwunsch wurde die Oberfläche der Lucem Lichtbeton- Fassadenplatten sandgestrahlt, damit eine von Hand behauene Natursteinoptik entsteht, die der des Natursteins am übrigen Gebäude entspricht. Ebenfalls konnte die Firma Lucem die Farbe des Lichtbetons optimal an die lokal verwendete Natursteinfarbe des Gebäudes anpassen.

Kundenbezogene Produktion

Zur Herstellung der kundenspezifischen Einzelstücke der Lichtbeton- Fassadeplatten für die Al Aziz Moschee in Abu Dhabi hat ein Kalligraph mit muslimisch religiöser Ausbildung die 99 Namen Allahs in der im Koran genannten Reihenfolge gezeichnet, deren digitalisierte Daten in die architektonische Planungs- und Konstruktions-Software AutoCAD übertragen worden sind. Die daraus erstellten inpiduellen Schalungsformen für den Beton wurden entsprechend der Schriftzeichen mit Licht leitenden Fasern versehen und anschließend mit einer hochfesten Betonmischung ausgefüllt. Die Schriftzeichen ragen drei Zentimeter aus den Fassadenplatten heraus, die damit insgesamt eine Dicke von 7 cm in einer durchschnittlichen Abmessung von 180 x 140 cm aufweisen. Das Gewicht jeder einzelnen Lichtbeton-Fassadenplatte dieser Größe beläuft sich auf ca. 300 kg. Eine besondere Fassadenplatte wurde in einer Abmessung von 360 x 140 cm mit einem Gewicht von ca. 600 kg gefertigt.

Wasserdichte Lichttechnik

Die vorgehängte hinterlüftete Lichtbeton- Fassade wurde rückseitig mit einer wasserdichten Lichttechnik auf Basis von Osram „Back-LED plus“-Modulen mit Schutzklasse IP 66 versehen. Die Gesamtaufbauhöhe der Lichttechnik beträgt ca. 15 cm, wobei ein umlaufendes Seilzugsystem direkte als auch indirekte Beleuchtung erlaubt. Lucem hat eigens für dieses Projekt ein auf Seilzugtechnik basierendes Revisionssystem entwickelt. Die Lebensdauer von LEDs ist bekanntlich extrem hoch; dennoch kann die Lichttechnik somit einfach und schnell gewartet und ggf. eine LED ausgetauscht werden, ohne dass die Fassade bzw. eine Fassadenplatte abgehängt werden muss. Durch die Verwendung hochwertiger und energiesparender LED-Technik ist der Stromverbrauch im Vergleich zu anderen Beleuchtungssystemen relativ gering.

Handelsübliche Montage wie bei Natursteinfassaden

Die Montage der Lichtbeton-Fassadenplatten erfolgt analog zu vorgehängten hinterlüfteten Natursteinfassaden. Bei diesem Projekt kamen je Fassadenplatte 16 Hinterschnittanker zum Einsatz und ein Agraffen- Schienensystem.

Weltweite Referenzen

Die Referenzen, die Lucem mit namhaften Architekturbüros geplant und realisiert hat, umfassen renommierte Objekte wie die weltweit erste Lichtbetonfassade an der RWTH Aachen, Wandverkleidungen in der Bank of Georgia in Tilflis und der Signal Iduna Hauptverwaltung in Dortmund sowie Tresen in der ARUP Zentrale Moskau, dem Arabella Sheraton Hotel am Spitzingsee, THE ROOM Bar + Club im Radisson Blu Hotel Hamburg oder der Sinizy Bar in Moskau. Ein weiteres größeres Projekt ist ein Gebetsraum in Qatar, der 2013 gemeinsam mit dem renommierten niederländischen Architekten Rem Kohlhaas realisiert wurde oder auch die Nino Arabella Restaurantkette aus Kuwait. Die höchste Lucem Lichtbeton-Fassade der Welt wird derzeit mit einer 40 m hohen durchgehenden Fassade in Izmir in der Türkei realisiert, einem hochwertigen Appartement-Komplex mit 28 Eigentumswohnungen.

 



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