Neue Lösungen für erdbebenbeständigeTragwerke (Teil 2/3)

Alternative seismische Bemessungsphilosophien und Lösungen für Betonfertigteilbauwerke

Eine neue technologische Lösung für ebenso hochleistungsfähige (geringes Beschädigungsrisiko) wie kosteneffektive Betonfertigteil - verbindungen und -systeme stellte das wichtigste Ergebnis des Ende der 1990er Jahre in den USA durchgeführten PRESSS-Programms (PREcast Seismic Structural System) dar, für dessen Koordination die University of California in San Diego verantwortlich war (Priestley, 1991, 1996; Priestley et al., 1999). Der Höhepunkt dieses Programms bestand in einer Reihe pseudodynamischer Versuche an einem fünfstöckigen Versuchsgebäude in Originalgröße (Abb. 1). Dieses von der National Science Foundation, dem Precast Concrete Institute (PCI) sowie der Precast Concrete Manufacturing Association of California (PCMAC) geförderte Forschungsprojekt stellte die vierte Phase eines von den USA und Japan gemeinsam koordinierten Versuchsprogramms zur theoretischen und praktischen Untersuchung des Verhaltens von Gebäuden unter seismischer Einwirkung dar. Angestrebt wurde hierbei die Entwicklung praktikabler und wirksamer Lösungen für Betonfertigteiltragwerke in seismischen Regionen als Alternative zur „Emulation“ bewehrter Ortbetonkonstruktionen sowie die Formulierung zweckdienlicher Bemessungsvorschriften für die entsprechenden Baunormen.

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