Der Anfang der 1950er Jahre von Ernst O. Schmidt eingeführte Betonprüfhammer ist im Bereich zerstörungsfreier Materialprüfungen (NDT) zweifelsohne das gängigste Messinstrument zur schnellen Beurteilung des Zustands eines Betonbauteils. Nichtsdestotrotz ist die Validität dieses Verfahrens auf dem Gebiet der zerstörungsfreien Materialprüfung immer noch ein unter Experten stark umstrittenes Thema. Dies ist im Wesentlichen zwei Faktoren geschuldet. Zum einen konnte sich der mechanische Schmidt-Hammer schon seit langem als „allgemein übliches Werkzeug“ etablieren. Dies führte dazu, dass der Markt inzwischen mit billigen Kopien unterschiedlichster Qualitätsstufen übersättigt ist. Dies ist für den Kunden sehr verwirrend und nur allzu oft richten sich Kaufentscheidungen allein nach dem Preis. Die Unzuverlässigkeit dieser Billigkopien beschädigt das Prüfverfahren im Allgemeinen. Zum anderen ist die nicht ordnungsgemäße Anwendung des Schmidt- Hammers zur Bestimmung der Druckfestigkeit (indem man sich blind auf die Umrechnungsbeziehungen des Herstellers verlässt) einer der Hauptgründe für die unter NDT-Experten geäußerten Bedenken.
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