Beständigkeit von Mischzementbetongegen Chlorideintrag

Prüfmethoden zur Bestimmung des Chloridwiderstands

In der heutigen Zeit ist das Thema nachhaltige Entwicklung eine der wichtigsten Aufgaben der Bauindustrie. Umweltschutz und ein sparsamer Energieverbrauch stellen dabei die größten Herausforderungen für die heutige Zementindustrie dar. Durch die Verwendung von Nebenprodukten aus der Industrie wie Silikatstaub, Hüttensand, Flugasche und Kalk als Ersatz für Zementklinker bei Betonen lassen sich die Zementproduktion und folglich auch die CO2-Emissionen durch den geringeren Energieverbrauch reduzieren. Derartiger, so genannter „grüner“ Beton, wurde im vorliegenden Forschungsprojekt untersucht und mit „normalem“ CEM II-Beton mit einem geringen Hüttensandanteil verglichen. Ziel des Forschungsprojekts war die Bestimmung der Dauerhaftigkeitseigenschaften von „grünem“ Beton und insbesondere sein Widerstand gegen Chlorideintrag, wobei drei Prüfmethoden zur Ermittlung des Chloridwiderstands (gemäß NT BUILD 443, NT BUILD 492 und ASTM 1202-97) an drei unterschiedlichen Betontypen angewendet wurden. Die im vorliegenden Beitrag vorgestellten Ergebnisse ermöglichen einen Vergleich der Chloriddiffusions- und Chloridmigrationskoeffizienten von „grünem“ Beton mit quaternärem Mischzement und „normalem“ Beton aus zwei unterschiedlichen Zementtypen sowie des Verhältnisses zwischen den unterschiedlichen Prüfmethoden auf der Basis der natürlichen Diffusion und der beschleunigten Chloridmigration im Beton.

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