Superabsorbierende Polymere (SAP) besitzen die Fähigkeit, ein Vielfaches ihres eigenen Trockengewichts an wässriger Lösung aufzunehmen und zu speichern [1]. Aufgrund dieser Eigenschaften ist eine Nutzung als multifunktionales pulverförmiges Betonzusatzmittel bei verschiedensten Anwendungsfällen im Betonbau möglich. Bisher wurden SAP aufgrund ihrer Fähigkeit, ein Vielfaches ihres Eigengewichts an wässrigen Lösungen aufzunehmen, häufig in der Medizin-, Hygiene- und Agrarindustrie eingesetzt. Die Verwendung von SAP als Zusatzstoff für Beton bietet die Möglichkeit, den Wasserhaushalt und die funktionelle Porenstruktur im Betongefüge zu kontrollieren [2]. Superabsorbierende Polymere wurden bisher vielfach in der Betontechnologie zur inneren Nachbehandlung zur Verringerung des autogenen Schwindens eingesetzt [3, 4]. Darüber hinaus ist ein Einsatz zur Modifizierung der rheologischen Eigenschaften des Frischbetons [8, 9] oder zur Steigerung Im Rahmen des vorliegenden Beitrages werden systemati- sche Untersuchungen zum Einfluss von SAP auf die Frisch- betoneigenschaften als Alternative zu klassischen Luftporen- bildnern (LP-Bildner) beschrieben und diskutiert. Zum Aus- gleich der reduzierten Fließfähigkeit bei Anwendung von SAP wurde zusätzliches Wasser in Kombination mit einem Fließmittel dosiert. Die Menge an zusätzlichem Wasser wurde systematisch in Abhängigkeit der Aufnahmekapazität der SAP variiert und der resultierende Einfluss auf die Frischbe- toneigenschaften ermittelt. Die SAP speichern im Frischbeton Wasser und geben es während der Hydratation wieder ab. Nach der Wasserabgabe hinterlassen die SAP Hohlräume im Gefüge, die wie Luftporen wirken, die von Luftporenbildnern eingeführt wurden. Untersuchungsmethodik Ausgangsstoffe Als Bindemittel kamen ein handelsüblicher Portlandzement (CEM I 42,5 R) sowie ein Portlandkompositzement (CEM II/C- M (S-LL) 42,5 N) als auch ein Hochofenzement (CEM III/A 42,5 N) zum Einsatz. Zusätzlich wurde vereinzelt Steinkoh- lenflugasche als Zusatzstoff verwendet. Es wurde natürliche Gesteinskörnung (Weser, Deutschland), bestehend aus den des Frostwiderstands [5-7] möglich.
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Tobias Schack und Michael Haist, Haist Schack Strybny Betoningenieure GmbH, Hannover, und Institut für Werkstoffe im Bauwesen, Universität Stuttgart Sebastian Dittmar und Matthias Schauerte, Master Builders Solutions Deutschland GmbH, Staßfurt Oliver Mazanec, Master Builders Solutions Deutschland GmbH, Trostberg