Untersuchungen zur Zerkleinerung von Altbeton mittels Elektroimpulsen und mechanischen Verfahren

Projekt UpCement

Die Zementproduktion verursacht ca. 7–8 % der weltweiten CO2-Emissionen und bestimmt maßgeblich die Klimabilanz von Beton. Etablierte Verfahren des Betonrecyclings leisten zwar einen wesentlichen Beitrag zur Ressourcenschonung, ermöglichen jedoch bislang keine vollständige Rückführung aller Betonbestandteile in den geschlossenen Betonstoffkreislauf. Insbesondere der im Altbeton enthaltene Zementstein geht häufig im Betonbrechsand verloren und auch die groben Gesteinskörnungen werden meist nicht in ihrer ursprünglichen Funktion wiederverwendet. Ein weitgehend geschlossener Betonstoffkreislauf setzt daher die Rückgewinnung und stoffliche Nutzung von Zementstein sowie Gesteinskörnungen voraus. Ein großes Potenzial liegt daher in innovativen Aufbereitungsverfahren, die eine Wiederverwendung aller Altbetonbestandteile ermöglichen. Im Rahmen des Projekts UpCement wurden am IART der TU Bergakademie Freiberg (TUBAF) verschiedene Verfahren zur gezielten Aufbereitung von Altbeton untersucht. Dabei kamen die Elektroimpulszerkleinerung (EIZ) sowie mechanische Zerkleinerungsverfahren zum Einsatz. Die entstehenden zerkleinerten Produktfraktionen wurden hinsichtlich ihrer Zusammensetzung und ihrer Eigenschaften analysiert. Die Ergebnisse verdeutlichen das Potenzial zur Wiederverwendung von Zementstein und Gesteinskörnungen und zeigen damit Ansatzpunkte zur Reduktion des Primärrohstoffverbrauchs sowie der CO2- Emissionen auf.

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Contact

Pierre Landgraf, Oliver Schindler, Margarita Mezzetti, Oleg Popov und Holger Lieberwirth, Institut für Aufbereitungsmaschinen und Recyclingsystemtechnik, TU Bergakademie Freiberg, Freiberg, Deutschland Susanne Helmich, Tommy Mielke und Doru C. Lupascu, Institut für Materialwissenschaft, Universität Duisburg-Essen, Essen, Deutschland

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