Im Beitrag wird eine Forschungsanlage vorgestellt, in der automatisierte Prozesse zur Fertigung geometrisch und mechanisch veränderlicher (adaptiver) Stahlbetonmodule umgesetzt werden. Die Anlage ist mit drei Industrierobotern ausgestattet und bildet die Prozesskette aus Bewehren, Schalen und Schnellhärtung mit integrierten Kontrollen zur Qualitätssicherung ab. Im kooperativen Prozess zweier Roboter werden Bewehrungselemente automatisiert geschweißt, was individuelle Bewehrungsführungen ermöglicht. Das entwickelte Schalungssystem erlaubt variable Querschnitte und Oberflächen (Adaptivität) mit Maßabweichungen unter 2 mm. Prozessbegleitende geometrische und mechanische Kontrollen mittels Laserliniensensor, Stereokamera und Rückprallhammer dienen der Qualitätssicherung und sind zur Regelung von Teilprozessen nutzbar. Eine Härtekammer mit regelbaren Temperatur- und Feuchtebedingungen beschleunigt die Erhärtung des Betons auf Dauern von minimal etwa 1 h. Zum Betrieb und schon während der Errichtung der physischen Anlage dient ein digitales Anlagenmodell der Simulation und virtuellen Inbetriebnahme vorab.
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Jannik Hoppe und Peter Mark, Ruhr-Universität Bochum, Deutschland Claudio Azevedo, B.T. innovation GmbH, Deutschland www.ruhr-uni-bochum.de www.bt-innovation.de